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'SUCCESS'
 


Unter Struktur unserer Präsentation verstehen wir das gedankliche Gebäude, das
unsere Botschaft in überzeugender Weise darlegt oder beweist. Nachfolgend wird
die Struktur unter den Gesichtspunkten Hierarchie, Storyline und SUCCESS erläutert.
+
Hierarchie:
Eine Botschaft kann im allgemeinen nur dann erfolgreich präsentiert
werden, wenn wir unsere Gedanken, Thesen und Argumente hierarchisch ordnen.
Hierfür ist in besonderer Weise das von Barbara Minto beschriebene "Pyramidenprinzip"
geeignet, dem folgende Überlegungen zu Grunde liegen:
+
Gedanken gruppieren
: Unser Verstand legt automatisch eine Ordnung zu den von
uns aufgenommenen Gedanken an, indem wir versuchen, Oberbegriffe oder Gruppen
zu bilden. Minto schlägt vor, die Anzahl von sieben Elementen pro Gruppe nicht zu
übersteigen: Die meisten Menschen können sich Auflistungen von mehr als sieben
The-men, Begriffen oder Gedanken nicht merken. Das bedeutet für unsere Präsen-
tationen, dass nicht mehr als sieben Gedanken auf einer Hierarchieebene stehen
sollten. In vielen praktischen Gliederungen werden drei bis fünf Gedanken pro Hierar-
chieebene verwendet.

Gedanken von oben nach unten präsentieren: Unsere Zuhörer können unsere
Gedanken dann viel einfacher verstehen, wenn sie wissen "um was es geht", indem
wir ihnen zu Beginn sagen, was die übergeordneten Gedanken unserer Präsentation
sind. Unser Verstand erwartet nämlich die übergeordneten Gedanken zuerst und
bildet daraus quasi Schubladen, in die die untergeordneten Gedanken einsortiert
werden. "Botschaft zuerst" gilt demnach nicht nur für unsere Schaubilder, sondern
vor allem auch für die Struktur unseres Gedankengebäudes. Gedanken, Thesen und
Argumente, die nicht in dieses hierarchische Gebäude passen, sollten wir nicht er-
wähnen: Abschweifungen vom Thema, ergänzende Bemerkungen und sonstige Hin-
weise gefährden das Verständnis für unsere Botschaft.
+
Gedanken statt Themen: Hierarchien für Präsentationen können nur auf der Basis
von Gedanken (Ideen) und nicht auf der Grundlage von Themen aufgebaut werden:
Themen wie "Planung" oder "Neukunden" sind wenig hilfreich, stattdessen sollten
unsere Gedanken formuliert werden: "Gründe für die Planung", "Stufen unseres
Planungspro-zesses" oder "Neukundengewinnung mit Telefonmarketing", "Weniger
Neukunden als im letzten Jahr". Noch konsequenter wäre es, wenn wir unsere Ge-
danken als ganze Sätze formulieren würden, denn nur so können unsere Ideen un-
missverständlich kommuniziert werden. Ein kompletter Gedanke kann nur in Satz-
form ausgedrückt werden, und diese Sätze müssen Aussagen sein, die auf ihren
Wahrheitsgehalt überprüft werden können. Fragesätze sind weder als Kapitelüber-
schriften noch als übergeordneter Gedanke sinnvoll. Unsere "Botschaft" kann keine
Frage sein, sondern ist immer Feststellung oder Empfehlung. Fragen bestehen
dagegen bei unseren Zuhörern, sie sind der Grund, weshalb sie an unseren Aus-
führungen interessiert sind.
+
Den kompletten Text zum Thema "Erfolgreich präsentieren" finden Sie hier (512 kB).
Das Seminar mit dem Thema "Erfolgreich präsentieren - trotz Powerpoint" wird
zur Zeit nur als Inhouse-Seminar angeboten.
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